Wie man eine Eierlegende Wollmilchsau zerlegt.

14. März 2010

Ich gebe zu, es war eine echte Sauerei!
Letzte Woche habe ich endlich dieses riesige schwergewichtige Vieh von einer Wollmilchsau erlegt, geschlachtet und seziert. So gut habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt, denn das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ob es ein Festessen wird? Na ja … das muss sich wohl erst noch beweisen.

Als Unternehmer übt man gerade am Anfang zumeist mehrere Berufe gleichzeitig aus. Man ist der Jäger, der das Vieh anvisiert und schießt, der Fleischer, der es anschließend zerlegt, der Koch, der es brät und würzt und schließlich der nette Wirt, der seine Gäste mit einem großzügigen Lächeln bedient. Der Weg ist dabei sehr lang und nicht immer nur angenehm. Bevor das leckere Gericht mit knusprig gebackener Schwarte und unwiderstehlichen Duft dem Gast serviert werden kann, muss erst noch das zähe Fleisch vom Rest getrennt, das Blut gerührt, die Därme abgeschleimt und der Kopf zerlegt werden. Wie sooft im Leben heißt es auch hier: erst die Arbeit, dann das Vergnügen!
Hauptsache, Du hast ein gutes Messer!

Woran erkennst du aber, dass du eine Eierlegende Wollmilchsau geschossen hast? Das gute alte Wikipedia sagt dazu:
„Die eierlegende Wollmilchsau (auch Eier legende Wollmilchsau) ist ein umgangssprachlicher Begriff, der auf Sachen und Sachverhalte Anwendung findet, denen besonders vielfältige Fähigkeiten zugeschrieben werden.“

Es ist also ein solches Ding, das alles kann. Ein Gerät, ein Produkt, ein Lebewesen, eine Software?
Wer solch ein Tier erlegt, kann sich glücklich schätzen. Jeder seiner Kunden wird sich darum reißen müssen, denn es hat von allem nur das Beste. Es schmeckt jedem so, wie es ihm gefällt. Dem einem nach Rind, dem anderen nach Huhn und den Exotenliebhaber nach Känguru oder Krokodil. Denkste! Denn wer als Koch solch ein Tier zubereiten soll, wird arge Schwierigkeiten haben, es entsprechend zu verarbeiten. Soll es lieber gekocht oder gebraten werden? Soll es mit Thymian oder besser mit Ingwer gewürzt werden? Soll es lange oder nur kurz im Ofen gebraten werden?
Fragen über Fragen, die beantwortet werden sollten. Denn nicht nur der Kunde wird sich wundern, was er mit einem Gericht anfangen soll, das irgendwie nach allem schmeckt, sondern auch der Koch! Beide werden sich daran verschlucken!

Ganz sicher kann man sich sein, ein solches Tier erlegt zu haben, wenn das eigene Produkt

  • grundsätzlich jede Zielgruppe anspricht
  • von jeden Kunde gekauft werden wird
  • und einfach allen Leuten gefällt.

Machen wir uns nichts vor, solch ein Produkt gibt es nicht! Die Wahrscheinlichkeit der Erste zu sein, der es erfindet, ist daher geschwindend gering. Sichere Indizien, dass man es dennoch versucht, erkennt man

  • wenn man viel darüber reden kann, ohne etwas wirklich konkretes auszusagen
  • und alle Gesprächspartner nach dem Gespräch genauso schlau sind wie zuvor.

Da hilft nur eins! Die besten Stücke heraustrennen und den Rest besser anderen überlassen.

Grobe Anleitungen wie man am besten seine Jagdtrophäe zerlegt kann, findet man im Internet viele. Da fallen Phrasen wie:

  • Wie lautet Ihre Geschäftsidee?
  • Was ist das Besondere an Ihrer Geschäftsidee?
  • Was ist das Besondere an Ihrem Produkt/Ihrer Dienstleistung?
  • Gibt es dafür einen Markt oder Bedarf?
  • Welche Nutzen hat Ihr Angebot für Ihre Kunden?

Sie geben uns allesamt gute Hinweise: Wir sollen das schlechte vom guten Fleisch unterscheiden lernen – erkennen, was einmal der Braten und was eher die Sülze sein wird. Leider sind diese Hilfestellungen aber doch sehr schwammig.
Wie messe ich den Bedarf, wie das Bedürfnis? Woher weiß ich, ob ein Produkt interessant ist oder nicht? Wie trenne ich das gute vom zähen Fleisch?

Der Schlüssel zum Erfolg klingt nach langen überlegen so merkwürdig einfach. Das beste Produkt ist jenes, dass dem Kunden einen echten transparenten und messbaren Nutzen bietet! Wer das gute Fleisch heraustrennen will, muss in Zahlen denken. Genauso wie es später einmal der Kunde tun wird.
Der beste Braten ist der, dem sich der Kunde nicht entziehen kann, weil sein Duft noch mehr Hunger auf das macht, was ihm am wichtigsten ist: transparenter messbarer Erfolg in Form von mehr Geld, Zeit oder Anerkennung.
Nur wer so denkt wie sein Kunde, wird einen echten Festschmaus zubereiten können, dem der Gast immer wieder gerne weiterempfehlen wird.

Wie steht ihr zu der Sache? Mich interessiertauch eure Meinung.
Habt ihr noch weitere leckere Erfolgsrezepte, die dem Kunden oder Koch zufrieden stellen werden?

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Der Erfolg ist eher ein scheues, introvertiertes Wesen

11. März 2010

43.800 – Na toll! … 43.800 Ergebnisse für die Suchanfrage „Scheitern vorprogrammiert“!
Dank dem allwissenden Orakel Google, weiß ich jetzt wenigstens, dass ich mit dieser Sorge wohl nicht alleine bin.
Es scheint eher so, als hätte jeder von uns mit der Eintrittskarte fürs Leben, diese fiese kleine Gemeinheit mitgebucht: Egal welcher Aufgabe man sich auch immer stellen mag, es gibt stets mehr Wege daran scheitern zu können, als später einmal seinem Triumph in die Augen zu sehen.

Der Erfolg ist eher ein scheues, introvertiertes Wesen, das stets seinen lautstarken Bruder, dem Misserfolg, den Vortritt lässt. Dieser ist dafür ein echter Draufgänger, der sich an einem Abend, gleich auf mehreren Partys die Zeit zu vertreiben weiß. Dumm nur, dass gutes Benehmen und Taktgefühl nicht gerade seine Stärken sind.
Wäre uns da nicht die Begleitung seines schüchternen, dafür aber immer zuvorkommenden Bruders, lieber? Ganz bestimmt!
Warum aber besucht er uns dann so selten? Kann er uns etwa nicht finden? Oder sind wir vielleicht einfach nur schlechte Gastgeber?

Glaubt man der Statistik, dass zwei Drittel aller IT-Projekte die gesetzten Ziele verfehlen, so erscheint die Wortkombination „programmieren und scheitern“ wohl nicht ganz zufällig.

Aus eigenen Erfahrungen weiß ich, dass es viele Fettnäpfchen gibt, in die man als Gastgeber eines eigenen Projektes treten kann. Es ist das Märchen wie  aus MyCleverFriend zeitweise ein echtes Monster wurde.

Ihr werdet erstaunt sein, denn eigentlich geht das alles ganz einfach. Man organisiere einen Festakt und …

  • lade alle möglichen Bekannten, Freunde und Leute ein
    • keine konkrete Zielgruppe
  • verrate besser niemanden den Grund für die Einladung
    • keine Spezialisierung
    • kein konkretes Ziel – alles nur wage Vorstellungen
    • bloß nichts Konkretes in einem Satz beschreiben
    • das Projekt/der Programmiercode wächst langsamer als die Ideen; nur nicht sich einengen lassen oder spezialisieren müssen
  • verziere die Feierlichkeiten mit allerlei Schnickschnack wie Halloweenmasken und leckeren Hochzeitstorten, ohne ein Thema wirklich zu bedienen
    • mehr Features als Solutions
  • beschreibe den Gästen besser nicht auf der Einladungskarte, wie sie dich finden. Schicke am besten überhaupt erst gar keine Einladung ab.
    • kein Marketing
  • sage keinen der Eingeladenen, wann die Party beginnt oder endet
    • kein konkreter Zeitplan, kein fertiger Release
  • frage besser keinen, der schon einmal eine ähnliche Feier organisiert hat, was man besser machen könnte
    • keine Institution, die dich bremst, wenn du daneben liegst
    • keine Beratung von außen holen
  • bereite das Essen möglichst ganz alleine vor, weil jeder Einwand nur stört und prinzipiell von negativer Natur ist
    • möglichst lange alleine in der eigenen Suppenküche arbeiten
  • biete am Buffet von allem etwas an. Passe aber auf, dass nichts wirklich zusammenpasst
    • Zu viele Ideen und Anwendungsbeispiele
    • alles undefiniert
  • bereite am besten nichts für die Feierlichkeit vor, weil alles möglichst spontan und authentisch sein soll
    • Kein Designdokument – keine einzuhaltende Reihenfolge
    • keine Liste zum abhaken: „Das habe ich geschafft“
    • Editor, Programm, Library? – was denn nun als Erstes?
    • kein Ende definieren
  • veranstalte alles auf einem riesigen trostlosen leer stehenden Parkplatz ohne Regenschutz und Sitzmöglichkeiten, auf denen sich alle Leute möglichst weit voneinander entfernen können
    • das Fundament wächst und wächst, aber das Haus wird nie gebaut
    • keine gemeinsame Vision und Kommunikation
    • keine klaren Grenzen
  • versuche die Gäste ständig bei Laune zu halten, in dem du die Musik immer ganz wild zwischen den verschiedensten Genres wechselst
    • schleichende immer mehr werdende Zusatzfunktionen
  • rechne am Ende besser nicht nach, ob sich denn der ganze zeitliche/finanzielle Aufwand gelohnt hat
    • Nutzen gegenüber Aufwand nicht stimmig
  • bilde sich am Ende des Tages ein, die Fete ist nur ein Reinfall gewesen, weil die anderen Leute die Schuld tragen
    • kein Post-Mortem
    • keine Fehler bei sich suchen
    • kein Feedback einholen, egal ob Lob oder Tadel
    • vorsätzlich alles immer nur positiv sehen

Fallen euch auch noch Dinge ein, warum das geheimnisvolle Wesen „Erfolg“ eure Partys meidet? Bitte teilt sie mit mir. Es müssen ja nicht zwangsläufig nur Erfahrungen aus der Informatik sein.

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OpenSource- und kommerzielle Software haben verdammt viele Gemeinsamkeiten.

7. März 2010

Wie man auf meinem Arbeitsplan einsehen kann, verbringe ich viel Zeit mit der Erarbeitung meines Businessplans.
Bei der Frage aber, wie sich denn Open-Source-Projekte nun eigentlich finanzieren lassen, lande ich oft “nur” auf Webseiten, die vor allem die Unterschiede zwischen Open-Source und proprietärer Software hervorheben.

Was ist aber mit den Gemeinsamkeiten?

Schaut man einmal genauer hin, kommt man doch ein wenig ins Staunen. Zum Glück! … denn so bleibt mein Businessplan mehr als nur eine Ansammlung vieler ideeller Wertevorstellungen.

Open-Source-Software sowie proprietäre/kommerzielle Software:

  • müssen ein Kundennutzen oder -bedürfnis befriedigen
    • eine Lösung anbieten
    • Probleme des Alltags lösen oder vereinfachen
  • benötigen die gleichen Ressourcen, die sie besser nicht von ihren Kunden abverlangen sollten:
    • Geld (Webseite, Zeit)
    • Hardware
    • Zeit
    • Nerven
  • müssen funktionieren (dem Kunden ist egal wie)
  • sollten mehr Nutzen bringen als Aufwand kosten
  • haben Konkurrenten
    • im Open-Source-Bereich
    • im kommerziellen Bereich
    • in beiden Bereichen
  • benötigen eine stetige Kommunikation
    • zum Kunden und zurück
    • zwischen den Entwicklern (am besten mit dem gleichen Ziel/gleicher Vision)
  • müssen zuverlässig sein
  • müssen performant sein
  • müssen benutzerfreundlich sein
  • müssen technisch lösbar sein
  • benötigen motivierte und kompetente Mitarbeiter
  • brauchen weniger Features als Solutions (Lösungen)
  • benötigen Marketing
  • benötigen Akzeptanz und Vertrauen des Kunden
  • sollten keine großen Einstiegshürde für Benutzer und Entwickler darstellen
    • sollten eine gute und schlüssige Dokumentation mitbringen
    • verständlichen Programmiercode (keine Hacks, keine Workarounds) pflegen
  • sollten Support liefern
  • müssen ein gutes Image aufbauen
  • müssen irgendwann einmal in irgendeiner Form released werden
  • müssen entwickelt werden, bevor sie der Kunde das erste Mal sieht
  • sollten nach einen “Bauplan” erstellt werden
  • werden fast immer von Menschen (mit allen ihren Schwächen) entwickelt
  • haben Bugs sowie Sicherheitslöcher und müssen daher ordentlich getestet werden
  • sollten auf Kundenfeedback eingehen
  • sollten das Rad nicht noch einmal erfinden
  • sollten den Kunden Zukunftssicherheit bieten
  • sollten in irgendeiner Form innovativ sein (Alleinstellungsmerkmal)
  • haben oft eine Lizenz
  • können scheitern und niemals fertig werden
  • sind anfällig für Murphys Gesetze

Ich bin mir ganz sicher, dass diese Liste noch nicht vollständig ist. Habt ihr noch Ergänzungsvorschläge? Ich freue mich über eure Meinung.

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Wenn schon Open-Source, warum dann nicht gleich richtig?

4. März 2010

Nun ist sie also ausgesprochen, die Idee, wie es in meinem Leben weiter gehen soll. Man muss jedoch kein großer Pessimist sein, um einen Träumer (wie mich) wieder in die raue, kalte Realität des Alltags zurückzuholen:

„Das Geld, mein Junge! Wie willst du damit Geld verdienen?“

Die Frage ist leider nicht unberechtigt, auch wenn sie mir, so gestellt, nur wenig konstruktiv erscheint. Geld war für mich noch nie ein starkes Zugpferd, etwas auf die Beine zu stellen. Aufschlussreicher erscheint mir daher der Leitgedanke: „Wie willst du davon leben?“ Oder noch besser: „Wie willst du davon leben?“

Es ist vielleicht eine der wichtigsten Fragen, die man sich überhaupt stellen kann. Wer darauf wirklich eine ernsthafte Antwort sucht, darf nicht erwarten, dass er nach fünf Minuten weise durch sein restliches Leben rennt.
Mehr als ein Jahr habe ich gebraucht, um mein passendes Rezept zu finden. Irgendwann lag es dann plötzlich in der Luft. Es war auch Teil der Finanzkrise, die nicht nur der Gesellschaft insgesamt, sondern auch uns persönlich ganz neue Fragen stellt.

Was hat eigentlich welchen Wert?
Wonach sollten wir wirklich streben?

Bis vor kurzem war die Antwort relativ einfach: Grinsende Manager, feste Handschläge und steigende Wachstumserwartungen besiegelten lange Zeit nur einen Kurs: Profitabilität, hoher ROI, hohe Unternehmenswerte (Börsengang, Exit), Hohe Verkaufspreise (Exit).

Wo aber bleibt der Mensch?
Wo bleiben die weichen, nicht mit Zahlen messbaren Werte?

Jeder vernunftbezogene Unternehmer achtet bei der Anstellung seiner Mitarbeiter auch stets auf Softskills wie Teamfähigkeit oder Einfühlungsvermögen. Wer aber gebietet ihm, diese scheinbar so wertvollen, aber nicht kalkulierbaren Werte, auf dem Börsenparkett einfach auszublenden? Warum bewertet ein Investor nicht auch ein Unternehmen danach, ob es einen Nutzen für die Allgemeinheit bereitstellt, neue (öko-)soziale Innovationen und Standards setzt, Gerechtigkeit und Umweltbewusstsein fördert oder das internationale Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt?

Diese Fragen erscheinen dumm und naiv. Es gibt aber keinen wirklich guten Grund, sie nicht trotzdem zu stellen. Vor allem dann nicht, wenn sie mehr noch als das Wirken anderer, auch den eigenen Lebensstil in Frage stellen.

Ich habe mich entschieden, einen anderen Weg zu gehen, ganz gleich ob ich stolpere – ganz gleich ob ich „Das-habe-ich-doch-gleich-gewusst“-Leute lachen sehe. Mein erklärtes Ziel ist es, bis Dezember 2010 mein Leben über mein eigenes Open-Source-Projekt finanzieren zu können.

Inspiriert durch die Webseite http://instructablesrestaurant.com, auf der man die Baupläne für ein ganzes „OpenSource“-Restaurant downloaden kann,  ist mir aufgefallen, wie engstirnig ich das Thema Open-Souce bisher betrachtet habe. Open-Souce kann mehr sein, als nur der freie Zugang zu lesbaren Maschinencode!

Unternehmensziele, tägliche und monatliche Arbeitsabläufe, Investitions- und Kalkulationspläne, Statistiken über Erfolge und Misserfolge, Projektideen, Fremdeinflüsse, Post-Mortems, Studienergebnisse, White-Papers, Wunschlisten, Statistiken, Mitschriften … ja, all das kann man offen legen!
Es erscheint nur zu verrückt, es dann auch wirklich zu tun.
Warum aber eigentlich nicht? Es ist die Idee von einem echten Open-Souce-Unternehmen.

Von nun an werde ich Monat für Monat meine Einnahmen und Ausgaben verständlich online stellen. Jeder soll einsehen können, ob meine Tages~, Wochen~ oder gar Monatsziele erreicht wurden. Was gut und was schlecht gelaufen ist und welche Rückschlüsse ich daraus ziehen werde.
Jene Leute, die darüber nachdenken, sich selber einmal selbstständig zu machen, sollen einschätzen können, was sie bei einer Gründung erwartet. Alle anderen sollen Spaß dabei haben, mir beim Auswerten und Interpretieren meines unternehmerischen Geschicks zusehen und mitreden zu dürfen.

Wenn schon Open-Source, warum dann nicht gleich richtig?
Gerne freue ich mich auch über eure Ideen, Vorschläge und Einwände. Wie stellt ihr euch ein solches offenes Unternehmen vor? Welche Themen interessieren euch am meisten? Schreibt mir bitte.

Seid auch ihr offen, für das was da kommt!

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Dennoch fühlt es sich verrückt an.

24. Februar 2010

Das Paket ist geschnürt! Die Gedanken neu sortiert, die Sorgen ordentlich verpackt, die meisten Fragen gestellt. Die Antworten? Hm … sind längst noch nicht alle gefunden.
Dennoch weiß ich heute mehr denn je, wem ich das Paket „Zukunftsträume“ widmen soll.

Der eine oder andere mag mich gerne für verrückt halten. Für mich bleibt es jedoch die größte Motivation: Ich will mich selbstständig machen und mit meinem eigenen OpenSource-Projekt Geld verdienen. Mit dieser Idee bin ich lange nicht der Erste, dennoch fühlt es sich verrückt an.

Solange ich denken kann, höre ich unentwegt die Leute reden, selten aber wirklich etwas sagen. Abseits von Fußball, Promis und Wetter wird es häufig ruhig. Richtig still wird es jedoch erst dann, wenn man Geschäftsleute nach ihren Erfolgsrezepten fragt. Sie werden dir antworten. Sie werden dir Honig ums Maul schmieren, sie werden dich als neuen Kunden anwerben. Ihren kostbarsten Schatz aber, ihr Wissen darum, wie sie nun wirklich Geld verdienen, werden sie dir nicht verraten.

Ist das schlimm? Kann man das jemandem vorhalten?

Nein! Weder will ich das eine noch das andere. Es verkörpert nur das Selbstverständnis unserer Gesellschaft. Das Individuum geht immer einen Schritt vor dem Ganzen. Oft kommt erst das “Ich”, dann manchmal auch (sofern es dem Ich nützt) das “Wir”. Ich bilde mir nicht ein, daran irgendwas verändern zu können. Es motiviert mich jedoch, die Dinge auch einmal aus einer anderen Sicht zu sehen – alt antrainierte Lebensansichten zu hinterfragen.

Ich habe mich mit dem Thema OpenSource intensiv beschäftigt und sehe gute Gründe diesen Weg zu gehen. Ich bin mit mir in der Sache im Reinen und werde mein Ziel hartnäckig verfolgen. Ich habe es fest beschlossen, selbst wenn es mich viele Rückschläge und Nerven kosten sollte.

Ob ich weiß, was ich da tue? Ja!
Ob ich weiß, dass es wirklich das Richtige ist? Nein!

Ich will es dennoch probieren. Tue ich es nicht, würde ich es ewig bereuen. Man lebt nur einmal und es ist sicher nicht verkehrt, an seine Ziele und Träume zu glauben. Beruht selbst alles nur auf einem naiven Traum, so bereut man womöglich eher das, was man nicht getan hat, als das, was man wenigstens einmal probiert hat.

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Dieses Ende wird ein Anfang sein!

13. Dezember 2009

Tja, nun hat es mich also auch erwischt!
Während Abend für Abend Medienvertreter, Politiker und Wirtschaftsbosse aller Art “scharfsinnig” vor dem Emblem eines wichtigen deutschen Autoherstellers in die Kameras blitzen, gehen reihenweise unbeachtet die vielen kleinen mittelständischen Unternehmen im Sumpf der Wirtschaftskrise unter.

Erst trifft es noch einen Fernbekannten, irgendwann deinen Nachbarn und dann, ganz unvermutet! … dich selbst.
Zack! … und „plötzlich“ bist du arbeitslos.
Schwups! … und “plötzlich” ist deine Arbeitskraft, deine Erfahrung, dein Engagement nichts mehr wert.

Es war vor fast genau drei Wochen, als ich morgens wie eh und je meinen Arbeitsplatz aufsuchend, noch nicht erahnte, das dies mein letzter Arbeitstag sein würde.
„Betriebsbedingt!“ bekam ich, auf eine Erklärung wartend, zu hören.
Wumms! Nur ein Wort!
Auf einmal hast du nichts mehr zu tun, nichts mehr zu sagen und schlussendlich auch nichts mehr zu verlieren.

„Sie können jetzt sofort gehen! Viel Glück! Auf Wiedersehen.“  Hmmm ja! … „Auf Wiedersehen?!“

Natürlich wäre ich sehr naiv gewesen, hätte ich nicht schon vorher bemerkt, dass die Auftragslage schlecht aussieht. Dass es über kurz oder lang nichts mehr zu tun, schlimmer noch, nichts mehr an Arbeitsleistung zu bezahlen gibt.
Man tut gut daran, das habe ich auch dieses Mal wieder gelernt, nicht aus Bequemlichkeit seine Augen, seine “Spürnase” oder gar seinen Verstand zu verschließen. Es ist gut zu wissen, wo man als nächstes hingehen will, wenn das eigene Angestelltenverhältnis einem selbst oder jemand Anderem nicht mehr gefällt.

Den Kündigungspapieren entsprechend beginnt mit dem neuen Jahr meine ganz persönliche Arbeitslosigkeit und ich möchte diesen neuen Lebensabschnitt mit euch teilen.
Selbst wenn ich auch ein wenig traurig zu meiner alten Arbeitsstelle zurückblicke, so sehe ich in dem Abschied eben auch einer riesige Chance: Die einzigartige Möglichkeit, mich und meine  Träume zu verwirklichen.

Ich möchte kein Miesmacher sein, der alles Schlechte nur noch schlimmer redet. Ich möchte anpacken! Loslegen! Dem Glück in die Bluse fassen. Jetzt endlich den nötigen Mut zur Veränderung finden.

Daher lade euch ich ein, mich bei meinen Weg in die Selbständigkeit – beim Siegen, beim Verlieren, und beim Wiederaufstehen zu begleiten. Auch wenn dieser Blog ursprünglich nie dafür gedacht war, so soll er doch ab heute Geschichten aus meinem „neuen Leben“ erzählen.

Von nun an weiß ich genauso wenig wie du, wie sich mein Leben entwickeln wird. Es würde mich dennoch freuen, wenn du mir und den anderen Lesern dabei zuschaust, wie aus einem Ende ein neuer Anfang wird.

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Beziehe deine eigene Stellung!

11. November 2009

Kannst du dir vorstellen, in einer Sache grundlegend falsch zu liegen und trotzdem zu gewinnen?

Ich schon! Es passiert mir fast täglich. Ich vertrete häufig eine These, die sich später als Irrtum erweist, wähle zwischen zwei Möglichkeiten nicht selten die falsche und lerne viel zu oft meine eigenen Grenzen kennen. Ich halte das Steuer in der Hand und fahre damit vollends gegen die Wand. Du magst mich für verrückt halten, aber ich beginne es sogar langsam zu genießen.
Schließlich unterscheide ich mich hierbei von vielen anderen Menschen. Ich beziehe zu einem Thema Stellung, selbst wenn ich bewusst dabei Gefahr laufe mich zu irren. Was kann daran nur verrückt sein?

Wer keine Meinung bezieht, muss weder gründlich nachdenken noch sich informieren. Er muss nicht zwischen verschiedenen Möglichkeiten abwägen, sondern lässt einfach andere für sich entscheiden.
Auf einem Fussballfeld aber macht er sich nicht zum Spieler, sondern lediglich zum Spielball. Er trägt nicht aktiv zum Verlauf des Spiels bei, sondern wird einfach nur getreten und lässt den Lauf der Dinge über sich ergehen. Schlimmer noch: ihm ist oft sogar das Spielergebnis egal. Es bedeutet ihm nichts!
Wer sich zu keiner Seite bekennt, kann weder gewinnen noch verlieren, sondern muss zwangsläufig dem Geschehen emotionslos zusehen.

Wer keine Stellung bezieht:

  • kann nichts dazu lernen
  • ist leicht manipulierbar und lässt sich von jedem Windwechsel beeinflussen
  • trägt nichts aktiv zur Veränderung der Welt bei
  • fordert nichts ein
  • weiß häufig nicht was er will
  • verfolgt oft keine eigenen Ziele
  • braucht sich später nicht mit „hätte“, „wäre“ und „könnte“ herausreden
  • kann gleich im Bett liegen bleiben

Viele Menschen glauben, es wäre besser, gar keine Meinung zu haben, als völlig auf dem Holzweg zu gehen.
Ist es aber wirklich schlimmer die falsche Meinung zu beziehen, als gar keine? Ist man tatsächlich frei davon, sich zu irren, wenn man sich immer aus allem raushält?

Der Angst ergeben, die eigene Meinung könnte sich später einmal als falsch herausstellen, scheuen viele Menschen oft eine konkrete Position. Sie erliegen dem Irrglauben noch nicht genügend Wissen über das diskutierte Thema gesammelt zu haben. Ich kenne jedoch keine bessere Möglichkeit sein Wissen zu vertiefen, als selber zu einem Thema Stellung zu beziehen. Sich über etwas eine eigene Meinung zu bilden, bedeutet, sich ernsthaft um ein Thema Gedanken zu machen und sich bewusst mit der Materie auseinander zu setzen. Wer seine eigene Meinung wichtig nimmt, lernt sich und seine Gedanken- sowie Gefühlswelt ernst zu nehmen. Er nimmt sein Leben bewusster wahr als andere.

Vielleicht lernt man so auf der einen Seite schneller seine Grenzen kennen, gewinnt aber auf der anderen Seite immer persönlich dabei.
Wer mit seiner Meinung falsch liegt, trägt etwas zur Veränderung der eigenen Umwelt bei,  selbst wenn es nur die These ist, die das für dich passende Gegenargument liefert.

So erlaube ich mir die Frage: Willst du lieber getreten werden oder aktiv am Spielverlauf teilnehmen? Egal wie du die Sache auch siehst, dies ist die erste Möglichkeit deine eigene Stellung zu beziehen.

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Verschenke ernstgemeinte Aufmerksamkeit!

5. Oktober 2009

Oftmals haben wir ganz konkrete und wohl überlegte Vorstellungen, was Glückseligkeit für uns bedeutet. Einmal danach befragt, sprudeln aus unserem Kopf nur so die Ideen, welche Dinge wir jetzt eigentlich nur noch zu unserem endgültigen Glück bräuchten.

Merkwürdigerweise hält es unser Herz jedoch mit der selben Frage ganz anders. Es kennt keine Antworten, es fühlt sie einfach!

Erinnere dich beispielsweise an all jene Leute, die dir heute eine große oder kleine Freude bereitet haben.
Was haben dir diese Leute genau gegeben?
Haben Sie dir ein Auto geschenkt? Dir das Geld für deinen lang geplanten Urlaub gegeben? Oder dir deinen Traumjob angeboten?
Wahrscheinlich nicht.

Warum aber denkst du dann mit einem Lächeln an sie zurück?

Es sind meist nur Kleinigkeiten, die jemand Anderen zu unserem persönlichen Glücksbringer machen. Der Schlüssel, den sie für das  Schloss zu unserem persönlichen Glück in der Hand hielten, ist nur ganz unscheinbar: Es war ihre ernstgemeinte Aufmerksamkeit.

Egal als ob Baby oder als alter Mensch streben wir täglich nach unserer Dosis Aufmerksamkeit. Wir freuen uns genauso über unsere Mutter, die uns in den Arm nimmt, wie über die unerwarteten Geste eines Fremden, der uns mit seiner Anteilnahme Freude an unserem Da-Sein zeigt.
Aufmerksamkeit ist eines der schönsten Dinge, die wir uns vorstellen können.

Dennoch verteilen wir dieses Geschenk viel seltener, als wir danach streben. Warum aber, wenn es uns doch selber so glücklich macht?

In den wenigsten Fällen nehmen wir uns tatsächlich vor, damit zu geizen. Wir messen nur häufig den Erfolg unserer verschenkten Hingabe in verklärten Maßstäben.
Wohlwollen muss nicht immer gleich mit einem Griff in die Geldbörse verbunden sein. Viel mehr als über den Blumenstrauß oder den besonders edlen Wein, freut sich der Beschenkte oft einfach nur über unsere Zuvorkommenheit.

Aufmerksamkeit braucht keine teuren Geschenke und schon gar keinen gut begründeten Anlass. Sie sollte eher viel fließender in unseren Alltag übergehen. Möglichkeiten dafür schenkt uns der Tag viele, wir müssen nur ein klein wenig hinschauen:

  • Hilf einer Frau, die mit ihrem Kinderwagen vor einer unüberwindbaren Treppe steht.
  • Frage jemanden, ob du helfen kannst, wenn er unsicher vor einem Stadplan steht.
  • Biete deine Hilfe an, wenn jemand vor einem scheinbar unlösbaren Problem steht, das du ohne großen Aufwand lösen kannst.
    Zum Beispiel wenn jemand nervös vor einem Fahrscheinautomaten steht, weil er/sie nicht weiß, wie dieser funktioniert oder der Automat das Geld nicht annimmt.
  • Lächle zurück, wenn dich jemand anschaut.
  • Warte mit dem Fahrstuhl, wenn noch jemand mit dir mitfahren will.
  • Hebe etwas auf, das jemandem heruntergefallen ist.

Probiere es aus! Vielleicht sogar schon heute. Du wirst dich wundern, wie gut sich das anfühlt.
Als Dankeschön begegnet dir schließlich ein Geschenk, dass du eben noch selber verteilen wolltest: ernst gemeinte Aufmerksamkeit.

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Der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

1. Oktober 2009

Oftmals sind Lebenslügen nicht nur tief in uns, sondern bereits häufig in unserem Sprachgebrauch verankert. Ich kenne jedoch keine Gesetzmäßigkeit, die beweist, dass ein Sprichwort, sofern es nur oft genug wiederholt wurde, allgemein gültiges und nicht mehr zu hinterfragendes Wissen erreicht.

Ganz konkret reibe ich mich in diesem Sinne an dem Selbstbetrug: „Da kann man eh nichts machen. Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“.

Wie oft haben wir nicht schon selber diese „Volksweisheit“ verwendet, ohne ein einziges Mal darüber nachzudenken, welche negative Kraft in ihr steckt.

Seien wir aber ehrlich. Würden wir jeden Morgen aufs Neue aufstehen, wenn wir folgende Gedankengänge hätten?

  • Ich alleine kann sowieso nichts verändern.
  • Die Sache ist ohne jegliche Sicht auf Erfolg.
  • Das macht doch alles keinen Sinn.
  • Ob ich da jetzt mithelfe oder nicht, verändert doch eh nichts.
  • Mein Eintreten und Aufbegehren ist irrelevant.
  • Man braucht es erst gar nicht versuchen.
  • Es ist zum Scheitern verurteilt.
  • Mein Wirken ist nicht wichtig.
  • Ich bin nicht wichtig.
  • Das hat alles keine Auswirkungen.

Oder ist es nicht vielmehr die Gewissheit, die unseren Alltag so lebenswert macht, dass all unser Handeln und Nichthandeln Konsequenzen für uns und unsere Mitmenschen hat?

Wie unermüdliche Wissenschaftler erproben wir jeden Tag aufs Neue in unserem Labor, das wir Leben nennen,  unsere vielen kleinen Ideen zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Dabei handeln wir stets nach den selben Prinzipien:  Zuerst geben wir, dann nehmen wir! Nur wenn wir es versuchen, können wir auch gewinnen!

Genau das ist der Deal, den wir mit jedem Herzschlag unseres Lebens eingehen!

Warum verraten wir dann aber unser Weltbild, wenn es um Dinge geht, die wirklich wichtig und nicht nur von unserem persönlichen Interesse sind?

Das passiert, weil wir oft den einfacheren Weg gehen. Wir leben in dem Glauben, uns schon reichlich aus dem “Topf” der Verantwortung bedient zu haben. Schließlich fallen uns auf Anhieb hundert Sachen ein, um die wir uns bereits gesorgt oder noch zu sorgen haben.
Oftmals verwechseln wir dabei jedoch Verantwortungen mit Verpflichtungen. Beide unterscheiden sich jedoch in einem grundlegenden Maße: Verpflichtungen kann man auflösen, Verantwortungen jedoch nicht.

Übernehmen wir für etwas Verantwortung, so buckeln wir auch immer die Last, daran scheitern zu können. Wer ohne Verantwortung lebt, lebt scheinbar leichter. Wer nichts tut, kann auch keine Fehler machen.

Kann man sich aber wirklich immer den Wirkungskreis seiner Verantwortung aussuchen? Oder treffen wir nicht vielmehr die Auswahl zwischen Hin~ oder Wegsehen,  zwischen Hin~ oder Weghören?

Ich persönlich glaube an den Grundsatz, dass winzig kleine Dinge die Welt grundlegend verändern können oder um es in den Bildern der genannten Phrase zu sagen: Ich glaube an die Kraft des kleinen Tropfens.

Wer nur einmal beobachtet hat, wie ein einzelner Wassertropfen in einer Regenpfütze Wellen schlagen kann, behauptet nicht ernsthaft, dass ein Tropfen keine Reaktionen auslöst.
Wer einmal selber zum Werkzeugkasten oder zur Chemiekeule greifen musste, weil viele ausdauernde Wassertropfen seinen Wasserhahn oder seinen Wasserkocher verkalkt haben, der kann nicht verleugnen, dass die Kraft des Tropfens in seiner Beständigkeit und Ausdauer liegt.

Auf einem heißen Stein kann der einzelne Tropfen vielleicht nicht urplötzlich sehr viel auswirken. Er kann aber gewiss zu Dampf werden und so selber eine neue Qualität gewinnen. Wenn sich der Stein nicht von jetzt auf gleich verändert, dann aber du!

Bitte glaube mir: Du wirst immer davon profitieren,  wenn du deine Verantwortungen ernst nimmst. Dafür gibt es keine Ausnahme.
Dabei fängt man jedoch immer mit dem ersten kleinen Schritt an.

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Du hast die Macht!

22. September 2009

Hast du jemals darüber nachgedacht, wie du die Welt verändern würdest, wenn du reich und mächtig wärst?
Warum hast du dann damit aufgehört?

Ich sage es dir ganz ehrlich: Seit nunmehr 26 Jahren bin ich einem Trugschluss aufgesessen. Einem Trugschluss, den ich es leid bin, weiter zu verfolgen.

Wer immer alles auf „die da oben“ schiebt, macht sich selbst zum Unterlegenen. Wer stets die Verantwortung bei den BigPlayern sucht, macht sich selber klein. Wer immer nur den Herrschenden die Schuldfrage stellt, presst sich selber in die Rolle des Opfers.

Wann bist du reich? Wann bist du mächtig?

Es geht nicht darum, ein großes Amt zu besetzen oder vor einem großen Publikum zu wirken. Wichtig ist, nur sich selbst in die Verantwortung zu nehmen, ohne dabei ständig auf die Anderen zu zeigen. Es fällt den meisten Menschen schwer sich einzugestehen, dass man, so wie man ist, eine Menge verändern kann. Die Stimme aber, die einem dabei widerspricht, ist oft nur der Schutzmantel der eigenen Bequemlichkeit.

Meine Wahrheit ist: Du bist reich und mächtig! Heute! Genauso so wie du bist!
Wenn du magst, kannst du noch heute dein Leben und das deiner Mitmenschen verändern.

Alles was du dafür brauchst, ist der Wille, deine alten Denkmuster zu hinterfragen und gegebenenfalls auch zu revidieren. Kritik verändert niemals die Welt! Leitest du aber die Energie deiner Schuldzuweisungen in ein paar winzige Schritte persönlicher Selbstverantwortung um, so können wir gemeinsam die Welt verändern.

Ich bin davon überzeugt, dass viele Kleinigkeiten in der Summe etwas Gigantisches ergeben, das man selbst kaum zu glauben vermochte.

Als Beispiel möchte ich dir vier Dinge nennen, die du sofort machen kannst, um deine Welt ein klein wenig zu verändern:

  • Rufe jemanden an und sage ihm/ihr, dass du sie von ganzem Herzen lieb hast. Du kannst auch eine lang aufgeschobene Entschuldigung nachholen oder dich bei jemandem für seine/ihre Hilfe bedanken.
  • Spende einen Euro für ein Projekt, das dir am Herzen liegt. Ob du es glaubst oder nicht, ein Euro kann vieles auf der Welt bewegen. Spende das Geld für etwas, was dir wirklich wichtig ist oder dich tagtäglichen bei deiner Arbeit unterstützt. Das kann zum Beispiel eine OpenSource-Software wie Firefox oder eine Webseite wie Wikipedia sein.
  • Klebe an deinen Briefkasten einen Zettel: „Bitte keine Werbung einwerfen!“. Tag für Tag werden Millionen Tonnen Papier bedruckt, obwohl die meisten Menschen die bedruckten Prospekte achtlos vom Briefkasten aus direkt in den Papierkorb werfen.
  • Schalte alle Geräte in deiner Wohnung aus, die auf Standby stehen ohne dass du sie heute noch benutzen wirst. Diese Geräte fressen Strom und Energie, obwohl du sie gar nicht benötigst. Energie ist jedoch kein Geschenk des Himmels, sondern muss sorgsam verwaltet werden.

Versuche es! Verstehe die Macht der Gegenwart!
Nur im hier und jetzt können wir etwas in unserer Welt verändern. Dafür müssen wir nicht erst bis zum nächsten Neujahrsfest warten.
Lass uns zusammen loslegen. Jetzt oder nie!

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